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Christian Wegener

14.03.2018

Lesezeit: 10 min

7 Gründe, warum CIOs kapitulieren!

7 Gründe, warum CIOs kapitulieren!

CIOs (Chief Information Officer) übernehmen in einem Unternehmen wichtige Aufgaben, die im Allgemeinen anfallen und vor allem die Aufgaben im Bereich der kurz- und langfristigen Führung der Informationstechnik (IT) betreffen. Ein CIO ist einerseits Experte auf dem IT-Gebiet, aber er ist andererseits noch viel mehr, denn er arbeitet auf Augenhöhe mit anderen Mitarbeitern aus sämtlichen Bereichen des Unternehmens.

Der Begriff CIO ist relativ neu und die deutsche Wirtschaft hat sich erst in letzter Zeit an die neue Berufsbezeichnung gewöhnt. Diese neue Bezeichnung ist verwandt mit dem altbekannten CEO, bezieht sich allerdings speziell auf die Informationstechnik.

CIOs sind also Leiter der IT-Abteilung, allerdings nicht auf Vorstandsebene angesiedelt. Ein CIO erfüllt eine Art Querschnittsaufgabe und sollten immer mit allen Mitglieder des Vorstands auf Augenhöhe verhandeln und arbeiten. Dies ist von besonderer Wichtigkeit für den Erfolg.

Grund 1: Hohe Anforderungen und Druck

Die Anforderungen, die an einen CIO gestellt werden, werden immer vielfältiger. Sie wachsen immer weiter und werden härter und schwieriger zu bearbeiten. Parallel dazu steigen auch die Vernetzung und der Konkurrenzdruck, was für die CIOs ein großer Nachteil ist. Diese Menschen stehen oft unter einer permanenten Belastung und haben physischen Druck. Deswegen ist es verständlich, dass Unternehmen derzeit einen Mangel an qualifizierten CIOs beklagen. Es gibt einfach zu wenige, die als CIO arbeiten wollen.

Mittlerweile springen sehr viele Führungskräfte freiwillig ab oder werden gekündigt, weil sie ihre Arbeit nicht konzentriert erledigen können.

Außerdem werden qualifizierte IT-Kräfte nach dem Studium oft im Stich gelassen und müssen sich erweitertes Wissen selbst aneignen, da es keine Fortbildungen gibt.

Vor allem in kleinen Unternehmen und Unternehmen des Mittelstands ergibt sich oft die Herausforderung, zukünftige CIOs richtig auf den Job vorzubereiten und auszubilden.

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Grund 2: Unzufriedenheit des CIO

Ein Grund, warum ein CIO seine vorzeitige Kündigung bei einem Unternehmen einreicht, ist vor allem das geringe Gehalt, das nicht in Relation zur Qualifikation des CIO steht.  Oft können sie sich zudem wenig mit der Unternehmenskultur identifizieren und anfreunden. Dies ist jedoch sehr wichtig. Die Unternehmenskultur umfasst die tatsächlich gelebten Normen und Werte eines Unternehmens und sind daher vor allem für das Arbeitsverhältnis zwischen Mitarbeiter und Unternehmen besonders relevant. Das heißt auch, dass sich jeder gerne in seinem Unternehmen wohlfühlen möchte und dass er und das Unternehmen auch zusammenpassen. Ist diese Verbindung nicht gegeben, ist es nachvollziehbar, dass sich die Wege dann über kurz oder lang wieder trennen.

Grund 3: Erschwerung durch Veränderungsprozesse

Die sich rasant verändernde und weiterentwickelnde Arbeitswelt der heutigen Zeit stellt für einen CIO eine weitere Herausforderung dar, denn alles wird schneller und die Veränderungsprozesse und das Change-Management haben auch bei IT-Firmen Einzug gehalten. Die Unternehmen befinden sich in dem Zeitalter der Digitalisierung, die von einem Wandel geprägt ist. Den Wandel muss jedes Unternehmen mitgehen, um beim Wettbewerb auch konkurrenzfähig zu sein. Der riesengroßen Geschwindigkeit müssen sich die CIOs ebenfalls anpassen, was allerdings nicht immer so leicht funktioniert. Oft fällt eine Anpassung an neue Rahmenbedingungen schwerer als gedacht und dauert auch länger.

Grund 4: Enttäuschte Erwartungen

Der Eintritt in das Unternehmen oder in den Job wird oft mit bestimmten Erwartungen verknüpft. Die Erwartungen vieler CIOs werden dann aber oft enttäuscht, zum Beispiel, weil es in der Praxis viel weniger Zeit für Projekte gibt. Die CIOs sind dies nicht gewöhnt und bekommen schnell das Gefühl gescheitert zu sein und würden am liebsten kündigen.

Grund 5: Lernen über den eigenen Schatten zu springen

CIOs verlassen die Unternehmen oft schnell wieder, weil sie sich unfähig zeigen sich gegen über den notwendigen Veränderungen offen zu zeigen und die eigenen Widerstände zu überwältigen: sie können nicht über den eigenen Schatten springen. Diese Fähigkeit müssen sie sich aber antrainieren. Denn Veränderungen können helfen, selbst wenn sie auf den ersten Blick als schwer erscheinen.

Grund 6: Herausforderungen einer Doppelfunktion

Da viele Unternehmen zwischen der Unternehmens-IT und digitaler IT unterscheiden, wird oftmals mit dem Chief Digital Officer (CDO) ein weiterer Posten vergeben. Dieser wird allerdings bei vielen Unternehmen nicht extra besetzt, sondern der CIO übernimmt diese Aufgabe gleich mit. Diese Unternehmen geben große Aufgabenbereiche in die Hände des CIO ab und setzen voraus, dass die Aufgaben des CDO gleich mit übernimmt und dass er beide Rollen ausfüllen kann.

In der Praxis ist dieses Verfahren allerdings sehr riskant und geht somit meistens schief, so dass auch ein Scheitern nicht ausgeschlossen ist.

Grund 7: CIOs werden ausgenutzt

Es war schon oft der Fall, dass CIOs, die in ihren Unternehmen gute und effiziente Arbeit geleistet haben, ausgenutzt wurden.

Die CIOs wurden zunächst eingestellt, um bestimmte Probleme zu lösen und Veränderungen zu begleiten, beispielsweise bei der digitalen Transformation. Nachdem diese erfolgreich abgeschlossen wurde, blieben die CIOs dann aber einfach ohne konkrete Beschäftigung oder es wurden CDOs eingestellt, die die Verantwortungsbereiche des CIO übernahmen.

Deshalb fühlen sich viele CIOs ausgenutzt und verlieren die Motivation weiterhin für das Unternehmen zu arbeiten und kündigten selbst.

Fazit

Viele CIOs kündigen ihren Job wieder aus unterschiedlichen Gründen. Die Tendenz dieser Kündigungen ist außerdem steigend und viele  sind zunehmend unzufrieden. Dies verdanken sie der digitalen Transformation, die gerade unmittelbar stattfindet. Viele wollen sich aber schnell weiterentwickeln und wechseln von Job zu Job und werden so nie wirklich sesshaft. Dies führt in den Unternehmen zu einer ungewollten und kontraproduktiven Stagnation.

 

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