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13.02.2018

Das Förderprogramm „go-digital“: Beratungsförderung für kleine und mittelständische Unternehmen

Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor dem Geschäftsalltag keinen Halt. Während große Unternehmen das notwendige Know-How einfach einkaufen können, fällt es kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie dem Handwerk noch schwer, in der digitalen Welt Fuß zu fassen.

Die Teilnahme am digitalen Leben ist jedoch unabdingbar für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens geworden. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium erkannt und will nun gezielt IT-Beratungen für kleine und mittelständische Unternehmen fördern. Nachdem das Modellvorhaben in den Jahren 2015 und 2016 in den Modellregionen Sachsen und Ruhrgebiet erfolgreich durchgeführt wurde, soll „go-digital“ jetzt bundesweit als Förderprogramm angeboten werden.

Gefördert werden dabei gezielte Beratungsleistungen für deutsche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) und des Handwerks mit technologischem Potential, die jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst sind. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Mitarbeiter*innen beschäftigt und einen Jahresumsatz von maximal 20 Mio € hat. Das Unternehmen muss nach der De-minimis-Verordnung förderfähig sein, das heißt innerhalb von drei Steuerjahren darf es einen Betrag von insgesamt 200.000 € nicht überschreiten.

Die Beratungen werden von Beratungsunternehmen durchgeführt, die von Ministerium für die spezifische Beratung autorisiert wurden. Dabei wählt das zu beratende Unternehmen aus den drei verfügbaren Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ ein Hauptmodul und optional ein oder zwei Nebenmodule. Das Hauptmodul muss dabei mindestens 51 Prozent des Beratungsvolumens ausmachen.

Im Modul 1 „IT-Sicherheit“ wird eine Risiko- und Sicherheitsanalyse der bestehenden Strukturen des Unternehmens vorgenommen, um mögliche Schwachstellen zu erkennen und gezielt zu bearbeiten. Dann werden Maßnahmen zur Initiierung bzw. zur Optimierung des betrieblichen IT-Sicherheitsmanagementsystems vorgeschlagen, das nach Abschluss der Beratung vom Unternehmen selbstständig betrieben werden können soll. So sollen wirtschaftliche Schäden und Risiken durch Cyberkriminalität vermieden werden. Dieses Modul ist mit mindestens zwei Beratertagen als Haupt- oder Nebenmodul Pflicht bei jeder Beratung.

Das Modul 2 „Digitale Markterschließung“ bietet eine Beratung zu den vielfältigen Aspekten eines professionellen Online-Marketings. Dazu gehören der Aufbau einer Internetpräsenz und eines Online-Shops sowie die optimale Nutzung von Social-Media-Tools, Website-Monitoring und Content-Marketing.

Auch nachgeordnete Geschäftsprozesse eines Online-Shops wie Warenbereitstellung und Zahlungsverfahren sollen beleuchtet werden. Der zunehmende Einsatz mobiler Endgeräte soll dabei nicht außer Acht gelassen werden. So soll gemeinsam eine auf das Unternehmen abgestimmte Online-Marketing-Strategie entwickelt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Modul 3 „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ soll das Unternehmen bei der Digitalisierung seiner Arbeitsabläufe unterstützt werden. Ausgehend vom Wissens-, Erfahrungs- und Umsetzungsstand des Unternehmens werden die Möglichkeiten der Digitalisierung einzelner Teilprozesse wie Logistik, Versand, Zahlungsverfahren etc. beleuchtet oder umfassende e-Business-Software-Lösungen angeboten. Entsprechende notwendige Maßnahmen werden gemeinsam konzeptioniert und umgesetzt.

Die Antragstellung läuft komplett über das Beratungsunternehmen. Ein interessiertes Unternehmen wählt ein autorisiertes Beratungsunternehmen aus und schließt mit diesem einen Beratungsvertrag ab. Das Beratungsunternehmen stellt dann für das zu beratende Unternehmen den Förderantrag. Autorisierte Beratungsunternehmen sind auf der Webseite von „go-digital“ zu finden.

Förderfähig sind bis zu 20 Beratertage im Hauptmodul sowie 10 Beratertage in einem oder beiden Nebenmodulen (also insgesamt maximal 30 Tage) mit jeweils einem Tagessatz von maximal 1.100 € ohne Mehrwertsteuer. Im Unterschied zum Modellvorhaben liegt die Förderquote jetzt einheitlich bei 50 Prozent der Summe ohne Mehrwertsteuer.

Aktuell läuft die Autorisierungsphase für Beratungsunternehmen. Unternehmen, die sich autorisieren lassen möchten, müssen eine Reihe von Kriterien erfüllen. Dazu gehören unter anderem die Erfüllung von Qualitätsstandards, fachliche Expertise durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie ein Bezug zur kleinbetrieblichen Beratungsklientel. Aber auch die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens wird berücksichtigt.

Wichtig ist eine wettbewerbsneutrale Beratung, das heißt, das Beratungsunternehmen muss die für seinen Kunden am besten geeignete und günstigste Lösung anbieten. Der eigene Umsatz des Beratungsunternehmens darf bei diesem Angebot keine Rolle spielen. Die Wettbewerbsneutralität der Beratung wird im Beratungsvertrag festgehalten. Unternehmen, die bereits im Modellvorhaben autorisiert waren, müssen bei der Antragstellung die bisher geförderten Projekte auflisten.

Das Beratungsunternehmen kann sich je nach Expertise für nur eines oder zwei der oben genannten Module oder auch für alle drei gleichzeitig autorisieren lassen. Pro Modul muss das Unternehmen ein*e Berater*in mit entsprechenden Qualifikationen aufweisen können. Dabei kann auch dieselbe Person mehrfach angegeben werden, wenn sie in mehreren Bereichen qualifiziert ist.

Wenn das Beratungsunternehmen die genannten Kriterien erfüllt, erhält es auf Antrag einen Autorisierungsbescheid. Mit diesem kann es eine Beratungsförderung für einen Kunden beantragen. Dabei müssen nicht nur die oben genannten Förderkriterien, sondern auch eine Projektbeschreibung mit den aufgeschlüsselten Beratertagen angegeben werden. Zu beachten ist, dass die Beratungsleistung grundsätzlich im vollen Umfang vom Beratungsunternehmen zu erbringen ist.

Sachverständige Dritte dürfen nur herangezogen werden, wenn deren Expertise für die Erreichung des Ziels zwingend notwendig und im Beratungsunternehmen selbst nicht zu finden ist. Dies muss schon bei der Antragstellung deutlich gemacht werden. Erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheides kann das Unternehmen mit der Beratung beginnen.

Stellt ein Beratungsunternehmen innerhalb von einem Jahr nach Erhalt des Autorisierungsbescheides keine Projektanträge, erlischt die Autorisierung.

Die ersten Beratungsunternehmen sind seit Oktober 2017 autorisiert. Das Förderprogramm ist zunächst bis Ende 2021 befristet.

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