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Christian Wegener

16.06.2018

Facebook und Artificial Intelligence (AI)

Facebook und Artificial Intelligence (AI)

Facebook setzt seine Artificial Intelligence (AI) auf unterschiedlichen Wegen ein. Unter anderem kann die AI pornografisches Material erkennen, Mark Zuckerberg beschützen und soll eines Tages sogar in der Lage sein sich mit den Gehirnwellen der Nutzer zu verbinden.

Die Facebook-Welt entwickelt sich rasant. Der Chief Global Security Officer Nick Lovrien fasst zusammen: „Ein Tag ist eine Woche, eine Woche ist ein Monat und ein Monat ist ein Jahr.“ Das liegt unter anderem am breit aufgestellten Business-Portfolio von Facebook. Facebook besitzt Instagram, Oculus, WhatsApp und hunderte weitere. Allein im vergangenen Jahr hat Facebook ungefähr 160 Unternehmen aufgekauft.

Facebook verfolgt das Ziel in 100 Jahren jeden Menschen auf dem Planeten mit Facebook-Technologie zu verknüpfen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Facebook die AI ein. Dies ist ein Überblick über die AI-Projekte bei Facebook und ihre Anwendungsbereiche heute und in der Zukunft.

Mit Gehirnwellen der Nutzer verbinden

Bei Facebook läuft ein Projekt, mit dem Vorhaben, sich mit den Gehirnwellen der Nutzer zu verbinden. Es soll dabei eine Möglichkeit entstehen, Geist, Sinn und Augen des Nutzers mit der Facebook-Experience zusammenarbeiten zu lassen. Dies soll wie eine Prothese funktionieren. Anstelle des Arms und der Hand kann Facebook mit Gehirnströmen und Augenbewegungen gesteuert werden.

Bisher experimentiert Facebook mit Technologien wie Google Glass oder Snap Spectacles. Dabei sollen sich die Nutzer, laut Aussagen des Unternehmens, daran gewöhnen etwas auf dem Kopf zu tragen. In Zukunft könnten sogar Kontaktlinsen zum Einsatz kommen. Eine solche Linse würde sich mit dem Hirn, den Augen und der Facebook- Experience verbinden, um Drinks nachfüllen zu lassen, essen zu bestellen oder allgemein mit der Plattform zu interagieren.

Eine bestimmte TV-Show einschalten

Bei Facebook Watch handelt es sich um eine Online-Video-Seite, die als eigenes, persönliches TV beschrieben werden kann. Von TV, über Filme bis zu Serien kann alles über Facebook Watch geschaut werden. Der angezeigte Inhalt basiert auf Erkenntnissen durch Machine Learning und analysiert eigene Likes, Likes der Freunde, sowie wo man eingecheckt hat und wo man hingegangen ist.

Probleme von Facebook Live lösen

Facebook Live erblickte 2014 das Licht der Öffentlichkeit. Das Feature war dafür gedacht, um sich per Video-Übertragung in Echtzeit mit den Usern in Verbindung zu setzen. Viele amerikanische Nutzer haben Facebook Live eingesetzt, um gewalttätige Szenen zu übertragen. Diese Vorfälle sorgten für negative Meldungen über Facebook Live. Bei Facebook führte dies zu Management-Problemen beim neuen Feature. Nun kündigte der Konzern an weiterhin mit der AI arbeiten zu wollen, um die Probleme zu lösen. Dabei ging Chief Global Security Officer Nick Lovrien allerdings nicht zu sehr ins Detail.

Um pornografisches Material zu identifizieren

Für die Zensur und das Löschen von pornografischen Materialen ist bei Facebook der Computer verantwortlich. Es gibt keine Person, die nach entsprechenden Bildern oder Video sucht oder sich um Beschwerden anderer Nutzer kümmert und diesen nachgeht. Facebook nutzt AI um die Seite zu überwachen und Porno herauszufiltern. Dabei kann es vorkommen, dass die künstliche Intelligenz Fehleinschätzungen vornimmt. Zum Beispiel wurden stillende Mütter als Porno eingestuft. Heute verspricht Nick Lovrien ein besser funktionierendes System. Die AI habe eine Treffsicherheit von 98%.

Hate-Speech

Die AI bei Facebook ist derzeit nicht in der Lage Hate-Speech zu identifizieren. Laut Nick Lovrien ist bisher noch menschliche Interaktion nötig, um entsprechende idiomatische Aussagen zu identifizieren. Um Sprache zu regulieren, müssen Menschen eingesetzt werden. Diese müssen entsprechende Aussagen finden, als Hate-Speech klassifizieren und Löschung beantragen.

Eine Maschinenlösung ist schwer möglich, denn Sprachen unterscheiden sich voneinander. Das kann man am Beispiel von Sprichwörtern erkennen. Denn diese lassen sich nicht einfach wortwörtlich in andere Sprachen übertragen. Facebook benutzt ein Natural Language Processing, welches diese Unterschiede nicht gut erkennen kann. Außerdem gibt es manche Wörter, die mehrdeutig verwendet werden. Damit hat die AI ebenfalls ein Problem.

Mark Zuckerberg in Schutz nehmen

Die Facebook AI kümmert sich ebenfalls um die Sicherheit des Vorstandsvorsitzenden Mark Zuckerberg. Es geht dabei um die Prüfung von eingehenden Bedrohungen und der Fähigkeit diese Drohungen zu beurteilen und richtig einzuschätzen. Mark Zuckerberg erreichen viele solcher Nachrichten. Im Schnitt sind es etwa 14 Millionen Stück pro Jahr. Um diesem Datenberg Herr zu werden, muss Facebook Maschinenverarbeitung und AI einsetzen. Menschen alleine wären dazu nicht in der Lage. Die AI geht die ganzen Drohungen durch und untersucht sie. Einige Unternehmen und Institutionen, wie beispielsweise Global Security, setzen die selbe Technologie ein.

Um Mitarbeiter zu schützen

Rund 20000 Mitarbeiter arbeiten jeden Tag in den Offices von Facebook. Allerdings gibt es kein System, welches den Mitarbeitern sagt, wo sie sich aufhalten sollen und wo sie nicht sein dürfen. Stattdessen müssen die Mitarbeiter melden, wenn sich jemand auffällig oder verdächtig verhält. Dafür nutzen die Mitarbeiter aber selten das Telefon, sondern oft Textmitteilungen.

Daher hat das Global Security Intelligence and Investigation Team von Facebook angefangen Safety Bots zu entwickeln. Diese Chatbots basieren auf der AI und treten mit den Mitarbeitern in Kontakt, um deren Wünsche und Vorstellungen zu erfahren und zu sortieren. Derartige Messenger Bots kommen auch als Supportmitarbeiter oder Berater im Hilfe-Bereich zum Einsatz.

Beim Newsfeed

Die Verwendung von AI bei der Newsfeed-Generierung wurde bereits bei der f8-Konferenz von Facebook 2016 vorgestellt. Facebook nutzt Machine Learning, um aus tausenden Posts diejenigen herauszufiltern, die dem Benutzer angezeigt werden. Die künstliche Intelligenz lernt durch Benutzeranwendung und wird manchmal strukturell geändert. Sogar bei den Übersetzungen von fremdsprachigen Posts im Newsfeed kommt die AI zum Einsatz.

AI wurde vorsichtshalber abgestellt

Im Juni 2017 musste Facebook die AI vorsichtshalber abschalten. Zuvor war bekannt geworden, dass sich zwei Bots in einer Sprache unterhalten haben, die für den Menschen nicht verständlich ist. Die beiden Bots Bob und Alice hatten zuvor Englisch trainiert, doch entwickelten mit der Zeit eine unverständliche Sprache. Die Bots sind darauf ausgelegt mit dem Menschen zu kommunizieren. Ein Gespräch untereinander fällt den Bots mitunter schwer.

Insgesamt dreht es sich bei der künftigen Entwicklung von Facebook und AI um die Frage, was Facebook bereit ist umzusetzen und was nicht. Die technologische Entwicklung und das Knowhow bei Facebook gilt als fortschrittlich. Nun geht es im Unternehmen darum, ob die Technologien genutzt werden, um Nutzer-Privacy zu schützen und die Verbreitung von gewalttätigen oder irreführenden Inhalten einschränken oder nicht.

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