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Christian Wegener

07.07.2020

The Working Dead: Diese IT-Jobs sind 2020 vom Aussterben bedroht!

The Working Dead: Diese IT-Jobs sind 2020 vom Aussterben bedroht!

Plötzlicher Wandel der Technologien und sich entwickelnde Business-Anforderungen machen die Neuausrichtung der Karriere zur einer einer Frage des Überlebens in der IT-Industrie. IT-Jobs gehören im Mittel zu den besten bezahten der Welt. Und dennoch: Kaum eine Branche untersteht einem derart schnellem Wandel. Einige IT-Jobs sind heute vom Aussterben bedrocht. In der Mitte der 90er-Jahre beschäftigen sich Experten mit der Entwicklung interaktiver Discs für verschiedene Unternehmen. Ihr Job war es verschiedene elektrische Versionen von Magazinen zu kreieren, die mit diesem neuen Ding verbunden waren von dem alle gesprochen haben – dem Internet. Aber dies hielt nicht lange an.

CD-ROMs galten in den 90ern als magisches, optisches Medium, dass alle Speicherprobleme lösen würde. Zu dieser Zeit gehörten teure Speichermedien aus Glas in den Bereich mysteriöser, schwarzer Magie. Bei hybriden Web-CDs war der Aufwand noch größer. Zuerst mussten alle Hyperlinks per Hand in einem Word-Dokument getaggt werden, dann wurden die Dokumente zu einem Unternehmen in Seattle geschickt, welche die Links browserkompatibel umgewandelt hat.

Danach entwickelte sich das Web zum Publikationskanal erster Wahl und sorgte für eine Verwandlung von CDs – aus interaktiven Discs in glänzende Plastikscheiben. Einige Experten machten den Wandel mit und wechselten erst vom elektronischen Publishing zum E-Commerce, dann zu Bio-Informatik, um User-Interfaces für ein größeres Publikum zu designen.

Die IT-Industrie hat bereits viele solcher Wellen erlebt, wo das Next-Big-Thing sich am Ende als kleiner und kurzlebiger entwickelte, als irgendjemand je angenommen hätte. Vor allem dank dem plötzlichen Wandel der Technologien. Vor einiger Zeit galt das Internet als Game Changer. Heute spricht man von Automation und künstlicher Intelligenz (KI) als Services, die dafür sorgen werden, dass einige Jobs verschwinden und neue entstehen.

Hier sind einige verschiedene Tech-Job, die eines Tages in den virtuellen Papierkorb fliegen könnten. Mit dabei sogar einige der heute heißesten Jobs, wie Entwickler oder Datenwissenschaftler. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie ein Dead End vermieden werden kann

Tote Sprachen

In der Vergangenheit war die Spezialisierung in einem bestimmten Fachbereich der Technologieindustrie fast eine Garantie für eine Anstellung. Heute ist es die Eintrittskarte für einen ungewollten Vor-Ruhestand.

Vor einiger Zeit verrichteten viele Experten ihre Arbeit in der IT-Industrie auf Windows Servern. Dann entstanden Azur und Linux, deren Übernahme Windows-Administratoren mehr oder weniger arbeitslos machte. Viele mussten daher auf Linux umsteigen oder etwas komplett Neues angehen.

Je näher ein Job an eine bestimmte Programmiersprache, ein Betriebssystem oder ein Produkt gekoppelt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Job überflüssig wird.

Diese IT-Jobs sind meistens sich wiederholende Aufgaben, die nur auf einen bestimmten Aufgabentypen innerhalb eines Betriebssystems oder einer Anwendung konzentriert sind. Heute geht es aber nicht mehr nur noch um Anwendungen und Betriebssysteme. Es geht vielmehr darum, wo die Information versteckt ist und wie nützlich es ist die Informationen zu speichern, zu verarbeiten und abzusichern. Es geht also darum verschiedene Systeme zu verbinden.

Ein klassisches Beispiel ist Cobol, weil vor allem in großen Finanzinstitutionen die Großrechner immer noch mit solchen Systemen operieren und erfahrene Experten mit Skills auf diesem Gebiet immer noch ein hohes Gehalt verlangen können. Aber es gibt heutzutage viel weniger Möglichkeiten als zuvor. Und sie werden wahrscheinlich nicht mehr lange zur Verfügung stehen

Dasselbe gilt für Programmierer, die sich auf C und C++ konzentriert haben. Die halbe Welt hat sich in Richtung Java oder .Net entwickelt. Zwar gibt es noch einige in Finanzkonzernen, weil ihre Systeme auf C basieren, aber die Entwicklung geht zurück.

Smalltalk, Flex und Pascal gehörten ebenso zu den weit verbreiteten Sprachen. Aber dann ging die Popularität schnell zurück und sie blieben danach nur noch für ältere Systeme nutzbar. Entwickler und Programmierer müssen ständig neue Sprachen lernen oder sie werden sich selbst in einer Position wiederfinden, wo sie Systeme überwachen, anstatt neue Produkte zu entwickeln.

Ein guter Weg, um über neue heiße Sprachen und Skills zu erfahren, ist die Suche bei Programmierer-Communities im Internet. Dort kann man erfahren, über was die Programmierer reden und womit sie sich beschäftigen, und das während sie es tun. So können Wandel bei den genutzten Programmiersprachen frühzeitig erkannt werden.

Heute geht der Bedarf an PHP, WordPress und LAMP stetig zurück, während neue Frameworks und Programmiersprachen entstehen. React, Angular und Scala sind nur wenige davon.

Es ist schwer eine Übersicht zu erhalten, da alles in ständiger Bewegung und nur schwer zu entdecken ist.

Im Moment sind Java und Python ziemlich angesagt. In fünf Jahren sieht es vielleicht anders aus. Welche Programmiersprachen an ihre Stelle treten, wird sich zeigen. Wichtig ist, an der Spitze der Entwicklung zu bleiben.

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Dead Admins Walking

Dank der massiven Wanderungsbewegungen in Richtung Cloud, werden weniger Jobs für Stellen zur Wartung von IT-Infrastrukturen ausgeschrieben, wie Netzwerk-Entwickler oder Systemadministratoren. Aber anstatt einfach nur zu verschwinden, sind die Jobs aus der IT in andere Bereiche der Unternehmen migriert.

Zuvor wurden IT-Jobsuchende mit ausgeprägten technischen Skills und Expertise vor allem für die IT-Abteilungen eingestellt. Heutzutage sind ein althergebrachte IT-Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen im gesamten Unternehmen nötig. Von der Entwicklung über das Produktmanagement bis hin zu Business Intelligence und sogar Design.

Anstatt einfach nur im Serverraum zu partizipieren, sitzen die Systemadministratoren im Marketing, im Sales Department oder managen beispielsweise CRM-Implementierungen in ihren Unternehmen. Aber IT-Administratoren können weiterhin relevant bleiben, wenn sie ihre Fähigkeiten an die neue Ära Cloud-Mobility-IoT anpassen.

Da heute alles durch Service-Level-Agreements abgewickelt wird, wird es künftig die Aufgabe des Systemadministrators sein, die Cloud-Provider auf dem Laufenden zu halten. Dies bedeutet, dass sie die Fähigkeiten besitzen müssen einen Vertrag durchzulesen, und sie müssen die Abzweigungen kennen, sowie die technische Sprache in eine Sprache übersetzen die auch Business Manager verstehen.

Netzwerkadministratoren müssen verlässlich bleiben. Dazu müssen sie immer auf dem neuesten Stand bleiben was Cloud-Architekturen angeht. 2017 beispielsweise wuchsen die Gehälter für Netzwerker und Speicher-Spezialisten schneller als bei jedem anderen IT-Job. Allerdings nur für jene, die sich gut in der Cloud auskennen.

Administratoren, die alles über Router und Hardware wussten, mussten ihre Rollen weiterentwickeln, wenn sie relevant bleiben möchten. Die Entwicklung orientiert sich weg von den vorherigen Kenntnissen, hinzu einem cloudbasierten Erkenntnisgewinn. Dasselbe gilt für die Datenbankadministratoren der alten Schule.

Datenbanken als Service haben beim Betrieb einen geringen Bedarf, tatsächlich von einem Datenbankadministrator (DBA) betreut zu werden. Heute braucht nicht mehr jeder Shop einen DBA. Zwar werden sie noch benötigt, aber in kleinerer Menge. Wer vor zwanzig Jahren als DBA auf einem Fachgebiet spezialisiert war und nicht sein Fachkönnen modernisiert hat, hat heute weniger Möglichkeiten.

Das Verschwinden von Tech-Jobs

Es gibt weitere ehemals angesagt Tech-Jobs, die zwar nicht aussterben, aber ziemlich stark schrumpfen. Es geht um Rollen, die vor einiger Zeit noch mit Vollzeitstellen besetzt wurden und jetzt nicht mehr – vor allem dank hochentwickelter Tools wie Simplifizierung und Automatisierung.

Früher waren Webmaster, SEO-Spezialisten und Social-Media-Stratege, drei verschiedene Jobs in der IT-Abteilung eines Unternehmens. Heute sind sie alle Teil eines ganz normalen Arbeitstages eines IT-Professionellen.

Eine ähnliche Veränderung vollzieht sich im Bereich der Datenanalyse. Denn jeden Tag wird Big Data ein bisschen kleiner.

Vor zwei oder drei Jahren ging es überall um Big Data, egal wo man aufhorchte. Jetzt hört man den Begriff nicht mehr so oft. Heute heißt es einfach nur noch Data. Unternehmen, die ihre Strategie identifiziert haben, richten ihre Technologie und die Dashboards richtig aus, ohne dabei viele neue Big Data-Ingenieure einzustellen.

Während Daten wichtig bleiben, entwickeln sich die Tools zum Verstehen und Manipulieren von Big Data immer mehr und immer schneller.

Heute müssen Datenwissenschaftler schon mindestens einen Doktortitel haben, um einen Job zu kriegen. In fünf oder zehn Jahren werden viele Datenwissenschaftler einen Bachelorabschluss haben und dann in Trainings viel mehr spezialisiert werden.

Die Datenbank-Gurus könnten ihre Karrieren weiter ausbauen, indem sie Datenanalysten werden. Aber es ist Vorsicht geboten. Zwar explodiert der Bedarf an Datenanalysen und die Welle könnte vielleicht noch größer werden. Es ist ziemlich sicher, dass die Fähigkeiten eines Datenanalysten in zehn Jahren immer noch derart gefragt sind. Aber es ist möglich, dass die Datenanalysten dann in anderen Unternehmen arbeiten oder einen anderen Job-Titel erhalten.

Heute da, morgen hier

Im Moment erhalten Entwickler die heißesten Jobs, im Front-End, Back-End, in Mobil und im Full-Sack. Aber das könnte sich relativ schnell ändern, dank Verbesserungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Wenn man in eine Kristallkugel schauen würde, würde die Welt nach 2020 wohl nicht noch mehr Programmierer brauchen. Insgesamt sind 90 Prozent der Programmcodes darauf ausgelegt, Unternehmensspezifikationen in eine Computerlogik zu übersetzen. Das ist bereits eine gute Reife für den Bereich lernende Maschinen, aber Low-End-KI.

Ein weiterer heißer Job, der wahrscheinlich weniger gebraucht wird ist des IoT-Ingeniuer. Heute haben Techniker, die wissen wie man Betriebssysteme für eingebette Systeme programmiert, bei der Wahl des Jobs, grünes Licht. In ein paar Jahren, wenn der IoT-Markt abgekühlt ist, werden sie dies vielleicht nicht mehr haben.

Was mit den PCs in den 80ern passierte, wird ebenso mit IoT geschehen. Damals gab es hunderte Alternativen: den Sinclair, den TRS 80 und so weiter. Ein paar Jahre später waren da nur noch zwei, IBM und Apple. Dasselbe wird mit IoT passieren. Wer eine bestimmte Karriere im IoT-Bereich anstrebt, wird den Kopf über Wasser halten müssen, um zu sehen wo künftig die Chancen liegen.

Durchbüffeln oder durchschütteln

Die beste Verteidigung dagegen, in einem Dead-End-Job festzuhängen ist es, neue Technologien wahrzunehmen und nicht aufhören zu lernen.

Wie kann man dabei bleiben sich ständig neu zu erfinden? Wie kann man mit dem angesammelten Wissen in die nächste Generation kommen? Lebenslanges Lernen ist der Schüssel.

Außerdem können Trainings und Verbesserungen der Qualifikation ganz neue Möglichkeiten für Professionelle aus der Technikbranche eröffnen.

So etwas wie einen Dead-End-Job in der IT gibt es nicht wirklich. Aber die Jobs verändern sich die ganze Zeit und das ist für Tech-Profis ein Problem. Das Können und das Wissen, dass sie sich an der Universität angeeignet haben, könnte mit der Zeit zwar immer noch wichtig sein, aber sie müssen weiterhin auffrischen und die Fähigkeiten ausbauen.

Andernfalls trifft der übliche Rat zu: arbeite an deinen Soft-Kommunikationsfähigkeiten. Außerdem sollte eine Verbindung zu Sales, Marketing oder anderen Unternehmensbereichen aufgebaut werden. Es sollte ein ausgewogeneres Wissen über die Organisation aufgebaut werden, damit die Top-Manager zum IT- oder Tech-Profi kommen, wenn es darum geht zu erfahren welche Technologien aufkommen.

Außerdem braucht es keine exakte Beschreibung des eigenen Jobs, zum Beispiel als Java-Entwickler, Datenbank-Administrator oder Interface-Designer.

Selbst wenn man eine spezielle Fähigkeit hat, wird die Welle auf der man reitet auch brechen und eine neue beginnen. Wer auf dem neuesten Stand sein will, muss eine generalistische Denkweise an den Tag legen. Es geht nicht mehr nur noch darum, möglichst schnell von A nach B zu finden.

Technik entwickelt sich ständig. Genauso sollten es Professionelle durchführen, wenn sie es vermeiden wollen, ein Dead-End in der Karriere zu erreichen.

Connected Cars: Chancen und Herausforderungen

Christian Wegener

Lesezeit: 4 Minuten

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